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Narbenpflege rein natürlich

Narbenpflege rein natürlich

Es scheint zu unserem Leben dazuzugehören, dass wir uns ab und an eine Schnittwunde zuziehen. Das ist für unseren Körper erstmal nicht besonders schlimm, denn er besitzt grundsätzlich die Fähigkeit die kaputte Haustruktur wieder zu schliessen. Abhängig von der Tiefe der defekten Epidermis heilt die kaputte Hautschicht narbenfrei oder mit Bildung eines Narbengewebes ab.

Die oftmals lautende Grundregel «Je zügiger und unkomplizierter die Wundheilung verläuft, desto weniger Nachsorge ist für die Narbe notwendig.» stimmt in vielen Fällen, jedoch nicht immer, denn sowohl die Narbenbildung wie auch die Narbenform hängen noch von vielen weiteren Faktoren als die der Heilungszeit ab.

Forschungen haben gezeigt, dass das Lebensalter der verletzten Person einen signifikanten Einfluss auf die Narbenheilung hat. Bei jüngeren Personen überreagiert die Haut mehrfach und produziert mehr Bindegewebe als eigentlich zur Wundheilung erforderlich ist. Bei älteren Menschen dagegen verläuft der Heilungsprozess langsamer.

Hinzukommen Faktoren wie die erbliche Veranlagung zu auffallender Narbenbildung, der Ort der Wunde (Narben im Bereich von Schulter, Gelenke und Rücken sind größerer Zugspannung ausgesetzt und verheilen daher schlechter), die Einnahme zusätzlicher Medikamente sowie psychosoziale Faktoren wie Stress, Alkohol, Rauchen und womöglich Drogen.

Doch ist die Narbe anfänglich nicht schön anzusehen, so bedeutet dies nicht, dass sie für immer die gleiche Gestalt aufweist. Narben verändern sich in ihren ersten zwei Lebensjahren; erst danach kann man davon ausgehen, dass sie die Form und Farbe behält.

Die Hautpflege lohnt sich somit in den ersten 2 Jahren nach dem Unfall oder nach der Operation!

Der Markt bietet eine Fülle von nicht-operativen Narbentherapiemethoden an, wie z.B.:

  • Kryotherapie: eine Kälte-Therapie mit dem Ziel, dass mit dem plötzlichen Zusammenziehen der Blutgefässe durch die Kälteeinwirkung das Narbengewebe nicht mehr durchblutet wird. Als Folge davon entstehen Blasen auf dem Narbengewebe, die absterben und sich später ablösen. Durch die Zerstörung der Hautpigmente erscheint die Narbe optisch heller.
  • Kortison: Kortison hat eine entzündungshemmende Eigenschaft und reduziert dadurch das Narbenwachstum. Mittels einer dünnen Injektionsnadel wird das Kortison direkt in das Narbengewebe injiziert und bei Bedarf mehrfach wiederholt.
  • Laserbehandlung: unter anderem um dunkle Narben optisch aufzuhellen.
  • Silikongele: Silikongele und -pflaster finden ihren Einsatz erst, wenn die Wundheilung abgeschlossen ist. Sie haben den Vorteil, dass die Behandlung völlig schmerzfrei und einfach zu handhaben ist. Silikone bewirken Wassereinlagerungen in der Narbe, wodurch diese weicher und elastischer wird.
  • Chemisches Peeling: Beim chemischen Peeling werden die obersten Hautschichten mit Säure entfernt.
  • Dermabrasion: Bei Dermabrasion wird die oberste Hautschicht durch Abschleifen entfernt. Dadurch entsteht eine regelmäßigere Hautoberfläche.

Die Narbenpflege lässt sich jedoch auch ganz natürlich vollziehen.

  1. Wasser

Narben sollten täglich mit klarem Wasser gereinigt werden. Für die Wundheilung ist es wesentlich, dass frische Narben nicht mit Seife oder Shampoo in Kontakt kommen, da der oftmals saure ph-Wert das Narbengewebe nur noch mehr reizt.

  1. Kurkuma-Honig

Kurkuma weist sehr entzündungshemmende Eigenschaften auf und aktiviert ein Enzym, das dazu beiträgt, dass sich unsere Zellen regenerieren. Es scheint daher nicht verwunderlich, dass Kurkuma in Indien nicht nur bei der Zubereitung von Speisen sondern auch in der Hautpflege eingesetzt wird.

Honig ist ein natürlicher Feuchtigkeitsspender, der die Heilung von Wunden unterstützt und der Narbenbildung vorbeugt.

Für die Narbenpflege misst man Kurkuma mit etwas Honig und trägt diesen Brei auf die Narbe auf. Die Narbe mehrere Minuten mit dem Kurkuma-Honig-Brei massieren und mit lauwarmem Wasser abspülen.

  1. Löwenzahn

Ich führe den Löwenzahn hier mit auf, weil er für uns alle leicht zu beschaffen ist. Was andere mühsam aus ihren Gärten verdammen, hat sich in den letzten Jahren als Heilkraut bewiesen. Die Löwenzahnwurzel enthält viel Vitamin A, C und Antioxidantien, die zur Heilung von Krebs eingesetzt werden können. Natürlich kann man sich dies auch in der Narbenpflege zugute machen.

Für die Narbenpflege nimmt man 30g Löwenzahnwurzeln und kocht diese in einem halben Liter Wasser für ca. 30 Minuten. Den Sud bitte in eine UV-geschütze Flasche umfüllen und die Narbe mehrmals am Tag mit dem Sud einreiben.

  1. Zitronensaft

An dieser Stelle wird eine natürliche Variante des chemischen Peelings aufgelistet. Es handelt sich hierbei um die Narbenpflege mit Zitronensaft, welcher die Gewebserneuerung unterstützt und zudem die Farbe des Narbengewebes aufhellt.

Für die Narbenpflege mit Zitronensaft presst man eine Zitrone und verreibt den Zitronensaft auf die Narbe. Man kann entweder die Narbe mit dem Zitronensaft massieren oder einfach 10 Minuten einwirken lassen.

  1. Vitamin E – Kokosöl

Vitamin E fördert die Kollagenbildung und das Wachstum gesunder Haut. Somit sollte man auf Vitamin E in der natürlichen Narbenpflege nicht verzichten. Kokosöl enthält neben Laurinsäure, Caprinsäure und Caprylsäure viel Vitamin E.

Für die Narbenpflege etwas natives Kokosöl erwärmen, sodass es sich verflüssigt und mit dem warmen Öl den betroffenen Bereich 5 bis 10 Minuten sanft massieren. Das Öl anschließend für mindestens 1 Stunde wirken lassen, sodass es von der Haut absorbiert werden kann.

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