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Fasten – viel mehr als der Verzicht zu essen

Fasten – viel mehr als der Verzicht zu essen

Vielleicht habt ihr euch gewundert, dass ich die letzten Wochen nicht einen Beitrag geschrieben habe. Das liegt bestimmt nicht daran, dass es zum Thema Haut nichts Weiteres zu berichten ist. Nein, ein überfüllter Kalender und eine Woche Fasten waren die Ursache für die Abstinenz.

Es gibt kaum ein anderes Thema, wo sich die Meinungen so derart unterscheiden. Fasten – was für ein Quatsch. Der Körper benötigt Essen um leistungsfähig zu bleiben. Es gibt doch gar keine Schlacke, warum auch dann auf’s Essen zu verzichten? Ach, Fasten ist doch nur etwas was für Schlankheitsfanatiker oder Anti-Genuss-Asketen.

Ein steht auf jeden Fall schon mal fest! Das Fasten ist keine neuzeitige Erfindung; sie rückt nur von der Wissenschaft mehr ins Zentrum. Ursprung hat der freiwillige Nahrungsverzicht in der Religion. Gerade im asiatischen Raum ist es schon seit Jahrtausenden eingebunden. Das Ziel besteht darin, seinen Geist zu reinigen und transzendentaler Bewusstseinszustände zu erlangen. Auch das Christentum kennt Fasten, wobei hier meist einige Lebensmittel wie Fleisch, Milchprodukte, und Süsses vom Speiseplan verbannt werden.

Es ist bewiesen, dass Tiere und Menschen aller Kulturen fasten, manche gewollt und manche leider ungewollt durch Dürren, Kriege und dergleichen. Die Leute, die fasten, sind jedoch nicht unbedingt träger und krankheitsanfällig in dieser Zeit. Heute geht man davon aus, dass unser Körper evolutionsbiologisch darauf ausgerichtet ist und die stetige Verfügbarkeit von Essen sowie regelmäßige Mahlzeiten über den Tag verteilt biologisch nicht „normal“ sind. Die Evolution hat ein Mechanismus geschaffen, er uns seit jeher hilft, selbst in Hungerzeiten leistungsfähig fürs Jagen und Sammeln zu sein.

Ein gesunder Körper kann je nach Konstitution vier Wochen und mehr, je nach gespeicherten Fettreserven, ohne feste Nahrung auskommen, sofern ausreichend Vitamine und Mineralstoffe in flüssiger Form aufgenommen werden. Einen Verzicht auf Wasser kann unser Organismus allerdings nur wenige Tage kompensieren.

Wichtig hier zu erwähnen ist, dass Fasten keine Diät ist. Natürlich verliert man während des Fastens an Gewicht. Die Entgiftung des Körpers bleibt jedoch das zentrale Element und der Grund zum Fasten. Die bei länger andauernder Nahrungsrestriktion auftretende permanente Herabregulation des Serotins erklärt die Entstehung von Essstörungen. Personen, die diesen Effekt des Fastens als besonders positiv empfinden, können so sehr leicht in einen Teufelskreis geraten. Diesen Menschen ist nur das Fasten unter ärztlicher Aufsicht anzuraten.

Das therapeutische Fasten oder Heilfasten in der heutigen Zeit ist gekennzeichnet von verschiedensten Formen wie Fasten nach Franz Xaver Mayr, Fasten nach Dr. Otto Buchinger, Saftfasten, Teefasten, Eiweißergänztem Fasten, Molkefasten, Schrothkur, Basenfasten und viele andere mehr.

Fasten kann man überall und zu jeder Zeit, jedoch sollte man das Fasten zeitlich planen. Fasten bedeutet nicht nur den Verzicht auf Nahrungsaufnahme, sondern auch Verzicht auf einen vollen Terminkalender, Medien usw.

Für den einen bietet sich an, Ferien zu nehmen. Der andere bevorzugt Abwechslung, um nicht «auf Kuschelkurs» während des Fasten zu gelangen. Denn nur Ausruhen, lang schlafen und sich in die Kuscheldecke einzuwickeln geht beim Fasten nicht! Fasten bedeutet auch Bewegung. Da beim Fasten auch Muskeleiweiß abgebaut wird, ist es notwendig sich zu bewegen, um den Kreislauf stets auf Touren zu halten und die Entgiftung voranzutreiben. So kann Wandern, Spazierengehen, Yoga und leichtes Radfahren gerne in das Fasten mit eingebaut werden.

In der Regel beginnt das Fasten mit sogenannten Detox-Tagen, an welchen man bereits auf Süsses, Alkohol, Kaffee und Fleisch verzichtet. Am Abend vor dem eigentlichen Fastenbeginn nimmt man Darmsalz mit einem grossen Glas Wasser ein, welches am nächsten Morgen die Darmsanierung positiv beeinflusst.

Danach heisst es für mind. 6 Tage viel Wasser und viel Tee zu trinken. Das dient dazu, die Abbauprodukte, welche von der Zelle ins Blutsystem gelangten so schnell wie möglich auszuscheiden. Kräutertees und reiner Gemüsesaft (ohne Zucker bzw Salz) sind eine willkommene Abwechslung. Allgemein gilt, keine Nahrung, nichts Süssiges und Salziges.

Fasten bedeutet für den Körper zuerst einmal Stress, da er von der gewohnten Ernährung auf die körpereigenen Reserven umstellen muss. Ein Zeichen dafür ist die anfänglich erhöhte Ausschüttung der Hormone Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin und Cortisol. Zu diesem Zeitpunkt können bestimmte Beschwerden auftreten, etwa wenn der Mangel an Koffein und anderen Stoffen, die wir sonst täglich zu uns nehmen, sich beispielsweise als Kopfschmerz oder in schlechter Laune bemerkbar macht. Diese „Entzugserscheinungen“ dauern in den meisten Fällen nur etwa 24 bis 26 Stunden. Danach gewöhnt der Körper sich an die neue Versorgungssituation und die Adrenalin-, Noradrenalin-, Dopamin- und Cortisol-Werte normalisieren sich. Zudem reagiert der Körper mit verringertem Puls, niedrigerem Blutdruck und niedrigerem Insulinspiegel.

Der körpereigenen Ernährung dienen zuerst die Kohlenhydratreserven in Leber und Muskulatur, welche aber schon nach wenigen Tagen aufgebraucht sind. Danach wandelt die Leber Lipide und später Proteine aus den Muskeln in sogenannte Ketonkörper um, die nun die Energieversorgung sicherstellen. Nebenwirkung dieser sogenannten Ketonkörper ist Mundgeruch und Belag auf der Zunge, welche jedoch mit vermehrter Mundhygiene in den Griff zu bekommen ist. .

Dem Fasten werden positive Wirkungen für viele der großen Zivilisationskrankheiten zugeschrieben und lindert Beschwerden wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Allergien, Darmstörungen, Übergewicht oder Rheuma.

«Das Fasten stößt im Körper heilsame Prozesse an. Der freiwillige Nahrungsentzug wirkt nicht nur verjüngend und regenerierend. Auch die medizinische Bedeutung wird immer klarer. Denn Fasten wirkt wie ein – heilsamer – Schock auf den Körper. Er stellt die Physiologie auf den Kopf und löst ganze Kaskaden von biochemischen Reaktionen aus. So werden etwa spezielle Reinigungsmechanismen angeregt: sozusagen die Müllabfuhr und das Recyclingsystem der Zellen. Oder: Fasten hemmt nachweislich Entzündungen und senkt hohen Blutdruck. Oder: Fasten kann, wie neuste Forschungen zeigen, selbst bei Krebsleiden helfen.»[1] Studen belegen zudem einen positiven Effekt auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Blutdruck sinkt stärker als bei medikamentöser Therapie mit ACE-Hemmern. Auch bei der Behandlung von Asthma wurden Erfolge erzielt, da Fasten zu einer Verringerung des Histamins in den Zellen der Bronchien führt.

[1] https://www.geo.de/magazine/geo-magazin/273-rtkl-ernaehrung-verzichten-heilt-warum-fasten-so-gesund-ist

Aber welche Auswirkungen hat das Fasten auf die Haut? Ganz genau wissen die Experten noch nicht, was bei der Kombination aus Nahrungsmangel, Entspannung und Bewegung passiert. Fest steht auf jeden Fall, das über die Haut entgiftet wird. Sichtbare Zeichen sind Pickel, Ekzeme, Furunkel bis hin zu offenen Hautstellen. Man kann die Haut als Entgiftungsorgan sogar gezielt nutzen indem man „basische“ Bäder macht. Die Wissenschaft begründet dies, dass die Produktion von schädlichen „Wachstumsfaktoren“ und Proteinen gebremst wird. Entzündungen werden somit eingedämmt. Das ist oft schon auf den ersten Blick zu sehen. „Wer fastet, macht häufig die Erfahrung, dass Hautunreinheiten abklingen, Fältchen sich glätten, Orangenhaut zurückgeht und dass die Haut insgesamt straffer und rosiger wird“, berichtet Dr. Wemhöner.

Die Wirkung des Fastens kann bei jedem natürlich unterschiedlich ausfallen; von nur leichter Milderung des Juckreizes bis hin zu dem völligen Rückgang der Entzündungen. Viele Betroffenen können nach dem Fasten zumindest über mehrere Monate auf die üblichen Medikamente verzichten und müssen nur bei akuten Rückfällen auf Kortison- oder Antibiotika-Salben zurückgreifen. Während der Kortisonanwendung reguliert der Körper die eigene Produktion des Hormons herunter. Deshalb ist es auch beim Fasten ganz entscheidend, dass Cremes und andere Kortisonhaltige Mittel nicht plötzlich abgesetzt werden, auch wenn Hautrötungen, Entzündungen und Juckreiz schon nach kurzer Zeit deutlich nachlassen.

Ich habe durch den Nahrungsverzicht lernen können, welche Lebensmittel mir gut tun und welche nicht. Wie das? Nach mehreren Tagen des Nahrungsverzichtes sind deine Essensrituale wie auf das Level 0 abgesenkt geworden. Frage dich, auf was du wirklich Lust hat? Was dir gut tut und du wirst einen besseren Lebenstil einschlagen. Zudem benötige ich viel weniger Medikamente, die Haut ist nicht mehr so stark befallen und entzündet.

Dies alles sind für mich wichtige Gründe mit dem Fasten weiter zu machen. Fasten steht für mich nun einmal im Jahr, vornämlich im Frühling, auf dem Plan.

Wer weitere Informationen zum Fasten benötigt, kann gerne in Google unter «Dahlke» schauen. Er gilt als «Fastenpabst» und bietet auch online-Fasten an.

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